Von Rindviechern und anderem Getier: Nutztiere auf dem Hofgut Oberfeld

Das Hofgut ist das Zuhause für viele verschiedene Nutztiere. Läuft man im Sommer über das Oberfeld, fällt einem schon von weitem die große Herde der schwarz-weißen Kühe mit ihren schönen Hörnern ins Auge. Dabei handelt es sich bei einigen davon um eine alte, vom Aussterben bedrohte Rasse, dem Deutschen Schwarzbunten Niederungsrind, die sich als Zweinutzungsrasse sowohl für die Milcherzeugung als auch für die Mast eignet.

Im Sommer und Herbst hört man außerdem schon von weitem die Gänseherde, die fleißig unter den Obstbäumen weidet, damit es im Winter wieder leckere Martins- und Weihnachtsgänsen im Hofladen zu kaufen gibt.

Nähert man sich beim Spaziergang nun dem Hofgut und dem neuen Kuhstall sind die mobilen Hühnerställe kaum zu übersehen. Gelb gestrichen und mit schrägem Dach oder als grüne Tunnelkonstruktion stehen sie auf der Wiese. Einmal pro Woche werden sie ein Stückchen weiter gezogen, damit die Legehennen immer frisches Grünfutter haben. Das Grünfutter ist es nämlich, was die Hennen so gesund hält und die Eier so besonders gut schmecken lässt. Zusätzlich zu dem Grünfutter kann sich jedes Huhn nach Bedarf an einem Schrot aus Getreide und Erbsen, vermischt mit Demeter-Ergänzungsfutter für die Versorgung mit Mineralstoffen, bedienen. Ihre Eier dürfen die Hennen in weich gepolsterte Nester legen, aus denen sie täglich heraus gesammelt werden. Eineinhalb Jahre etwa dauert solch ein Leben als Legehenne, bevor es als Suppenhuhn endet.

Neben dem neuen Kuhstall, auf der grünen Wiese begegnet man dann den Masthähnchen, die im Auslauf ihres mobilen Stalls drei bis sechs Monate lang die die Sonne genießen oder im Gras scharren dürfen. Im Gegensatz zu ihren konventionellen Kollegen, die in der Regel nicht älter als 30 Tage werden, wachsen sie deutlich langsamer und haben vor allem viel mehr Platz und reichlich frische Luft um gesund zu bleiben.

Auf dem Hofgut angekommen, sind auch noch dort Tiere zu entdecken: die Hofhühner und im Auslauf neben dem historischen Pferdestall die Pensionspferde.

Nicht zu vergessen sind natürlich Caya, der Hütehund, der hilft, dass die Kühe pünktlich zum Melken den Weg zurück zum Stall finden und die diversen Hofhunde der Mitarbeiter.

Alle Tiere werden ausschließlich mit ökologisch erzeugtem Futter gefüttert, wovon der Großteil auf dem Oberfeld nach Demeter-Richtlinien angebaut wird. Selbstverständlich wird auf den vorbeugenden Einsatz von Antibiotika und anderen Medikamenten verzichtet, stattdessen wird durch gute Pflege, ausreichend Auslauf und frische Luft dafür gesorgt, dass die Tiere gar nicht erst krank werden.